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FINALE!
Ausstellung und Theater vom 17. März bis 09. April 2006

Am 17. März 2006 öffnet das Thalia Theater gemeinsam mit Studenten der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein, Künstlern der Stadt, Theaterschaffenden, Radiomachern und Schülern noch einmal die leerstehende Salzmann-Schule in der Heinrich- und-Thomas-Mann-Straße 11.
Für 25 Tage sollen die verlassenen Schulgebäude sich in all ihren Bereichen als Ausstellungs- und Spielort präsentieren. Gemäß der langjährigen verflossenen Bestimmung des Ortes dreht sich das Thema rund um die Frage „ Was ist Schule?“. Die Mitwirkenden sind aufgefordert, die leeren Räume des ehemaligen Schulalltags zu nutzen um eigene Antworten oder Fragen zu kreieren. Der Ort, seine Leere und seine Vergangenheit, gemeinsam mit der uns allen verbindenden persönlichen Erfahrung Schule, wird Inspiration und gemeinsamer Ausgangspunkt für verschiedenste Formen der Installation und Performance. Verlassene Stellen werden so wieder mit Strukturen, Bildern, Bewegungen und Sprache gefüllt.
Zusammengefügt präsentieren sich so dem Besucher eine, durch die Gebäude führende Ausstellung sowie regelmäßig wiederkehrende, sich durch die Gebäude ziehende Theaterprogramme. Die dabei passierenden Überschneidungen und „Mehrfachbelegungen“ können nur vom erfolgreichen kreativen Austausch zwischen den Genres zeugen.

Zeitraum:
Ausstellung und Theater vom 16. März bis 09. April 2006
Vorarbeiten vor Ort ab 02. Januar 2006
Auswahl der Projekte Dezember 2005

Zur Geschichte der ehemaligen Salzmannschule:

1884 errichtete der Maurermeister Heinrich Wille ein Mietshaus auf einem, der Stadt gehörenden Ackergelände, der Hospitalbreite (Hospital Sankt Antoni). Die Anschrift
Karlstraße 6 änderte sich nach Teilung der Straße, 1934, in Gustav-Nachtigal-Str.11, entsprechend einem berühmten Afrikaforscher der Stadt. 1900 zog die ehemalige höhere Töchterschule der Fräulein Agnes Stange, (eine Ergänzung der städtischen Mädchenschule am Weidenplan), als Seydlitz-Lyzeum in das Gebäude. Die damalige Leiterin Fräulein Seydlitz ließ das Wohnhaus zum Schulgebäude umbauen und den Seitenflügel errichten.
1903 wurde das Vorderhaus durch eine Brücke im 1.OG mit dem Seitengebäude verbunden.
Nach dem 1. Weltkrieg leiteten Fräulein Dr. Henze und Frau Förster das Lyzeum weiter.
In den 50er Jahren entstand im Hof ein zusätzliches Gebäude für Klassenzimmer. Am 23.Mai 1962 wurde die Straße in Heinrich-und-Thomas-Mann Straße umbenannt. Die Schule bekam nun den Namen Heinrich-und-Thomas-Mann-Oberschule.
Später wurde die Schule in eine Sonderschule für lernbehinderte Kinder umgewandelt.
Im August 1989 zog, in das umfassend sanierte Schulgebäude, die traditionelle Comenius Schule für Lernbehinderte, 1992 erfolgte eine weitere Sanierung des Hintergebäudes.
Ab Sommer 1999 war die Salzmann-Schule in dem Gebäude. Die Eltern gründeten einen Förderverein und die Sonderschule für verhaltensauffällige Kinder mit Ausgleichsklasse und diese war bis 2004 vor Ort aktiv und zog dann in die Ernst-Hermann-Meyer-Straße.
Mit der vor kurzem leergezogenen Hausmeisterwohnung ist nun der gesamte Komplex leerstehend und wartet auf seine neue Bestimmung.